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Sonntag, 12 Oktober 2014 09:23

Hoffnung auf Ende des indisch-pakistanischen Grenzkonflikts

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Veröffentlicht: 12.10.2014, 09:22 (CEST)

Neu-Delhi (Indien), 11.10.2014 – Nachdem sich Indien und Pakistan eine Woche lang über die Line of Control (LoC) im Bereich von Jammu in dem von beiden Ländern beanspruchten Kashmir teilweise heftige Feuergefechte geliefert hatten, bei denen mittlerweile 21 Menschen getötet wurden, blieb es am Freitag ruhig an der de-facto-Grenze. Dies mag das äußere Anzeichen dafür gewesen sein, dass, wie die indische Zeitung The Hindu meldet, beide Länder begonnen haben, nach einer diplomatischen Lösung zu suchen. Offiziell wurde von beiden Ländern dazu nichts mitgeteilt, und am Samstag gab es einen weiteren Feuerwechsel.

Premierminster Narendra Modi, dessen Verhalten in dieser Situation bereits von der Oppostion scharf kritisiert worden war, gab nun eine erste öffentliche Stellungnahme zum aktuellen Grenzkonflikt ab. Auf einer Versammlung im Bundesstaat Maharashtra sagte er: „Unsere Soldaten haben Pakistan den Mund verboten.“ Von Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif wird berichtet, dass er weiterhin Indien für den Beginn der Feuergefechte verantwortlich macht, dass von seiner Seite aus ein Krieg aber nicht in Betracht käme. Eine Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums sagte, man sei bestrebt dass eine Beobachtergruppe der United Nations Military Observer Group in India and Pakistan (UNMOGIP) die LoC besuchen solle und ihre Ansichten zu einer Lösung vorstellen solle. Diese Vorschläge, so meinte die Sprecherin, seien dann für Indien sicherlich akzeptabel.

Innenpolitisch sorgt der Konflikt aber noch immer für Unruhe in beiden Ländern. In Indien beschuldigte die oppositionelle Kongresspartei Modi der „selektiven Amnesie“, nachdem er sich gegen Kritik verwahrt hatte. Die Opposition erinnerte Modi an die Kritik, die er als Ministerpräsident des Bundesstaates Gujarat an der damaligen Regierung Indiens übte, als es im August 2013 zu ähnlichen Vorgängen an der Grenze kam.

Während in Indien nun die Regierung zu scharfen Worten gegen das Nachbarland griff, sind es in Pakistan Teile der Bevölkerung. Nach dem Freitagsgebet zogen dort Menschen auf die Straße und forderten einen „Jihad“ (Heiligen Krieg) gegen Indien. Die Forderungen wurden auf einer Versammlung der Jamaat ud-Dawa, einer islamischen Prediger- und Missionsorganisation erhoben, der Verbindungen zur Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT) nachgesagt werden. Die LeT gilt bereits jetzt als maßgeblich verantwortlich für das Eindringen von Kämpfern über die LoC in den von Indien verwalteteten Teil Kashmirs, wo es dann zu Kämpfen mit indischen Sicherheitskräften kommt. Diese Art der Auseinandersetzungen hatte bereits vor kurzem die Angst vor einem Krieg zwischen den beiden Ländern genährt. Premierminister Modi hat Pakistan zuletzt auch sehr deutlich vor einer weiteren Unterstützung dieses Terrors gewarnt, den er als „Proxy-Krieg“ bezeichnete. Wenn es jetzt zu einer offiziellen Verständigung beider Länder über eine Einstellung des Feuerwechsels kommen sollte, dann bedeutet dies keineswegs das Ende des Konflikts. Vor einer weiteren Eskalation in nächster Zeit kann dann nur der bevorstehende Winter eine Atempause verschaffen, denn dann wird eine Bewegung von Truppen entlang der LoC, die auf den Gipfeln des Himalaya und seiner Ausläufer verläuft, unmöglich.

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  Kashmir: Weitere Feuergefechte - Mehr Tote (10.10.2014)

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